Sozialisierung unserer Welpen

Unsere Kleinen werden von Anfang an mit unseren anderen Hunden, Lärm, fremden Menschen, Kindern, verschiedenen Orten innerhalb des Hauses und unserem Grundstück vertraut gemacht.

Ab der 6. Woche beginnt dann unser eigentliches Programm. Die Welpen können ab jetzt TÄGLICH einen Ausflug machen. Unsere Babys besuchen den Bahnhof, lernen Stadt, Land, Fluß und Feld kennen, sehen sich Fußballspiele auf Fußballplätzen an, gehen in Geschäfte shoppen, auf Feste feiern, fahren Bus, Bahn und Auto, lernen den Tierarzt kennen, und treffen fremde Hunde, Menschen, Kinder und Katzen / Kleintiere / Pferde.

Wir fördern die Sinne und die Wahrnehmung der Hunde, indem wir sie mit verschiedenen Untergründen, Wackelbrettern, Wippe, Steg, Bällebad, Knallgeräusche (z.B. Luftballon, Schreckschusspistole) Welpenpräge-CDs, uvm. konfrontieren.

Alle Welpen verlassen uns geimpft, gechipt und 4-5 mal entwurmt, selbstverständlich mit EU Impfpass, Untersuchungsunterlagen vom Welpe und den Eltern und natürlich ASCA oder MASCE Papiere. Wir legen großen Wert darauf, dass die zukünftigen Besitzer ihre Kleinen besuchen kommen und ihnen ab der 6. Woche je nach Möglichkeit auch mal ihr neues Zuhause zeigen, damit sie nicht so ins kalte Wasser geworfen werden.

Unsere Welpen sind zwischen der 8. und der 10. Woche abgabebereit, jeder Hund ist anders und jeder benötigt eine andere Zeit mit seinen Geschwistern und der Mama. Deshalb wird für jeden Welpen einzeln entschieden.


Welpenstunde

Ganz häufig kommt die Frage auf: Welpenstunden ja oder nein? Was ist richtig und gut für unsere Hundebabys? Wir und das Hundezentrum im MKK sind der Meinung: JA! Welpen SOLLTEN eine GEEIGNETE Welpenstunde besuchen. Aber was ist eine geeignete Welpenstunde? Was gehört in eine Welpenstunde und was nicht? Wie groß sollten/dürfen die Gruppen sein und wie alt die Welpen, die in der Stunde sind? Wie oft sollte man eine Welpenstunde besuchen? Und auf was sollte man achten?

Das Angebot ist riesig! Hunderte Hundeschulen – hunderte Konzepte! Was ist das richtige für mich und meinen Hund?

Das wichtigste in der Hundeerziehung, egal was man einmal mit seinem Hund erreichen möchte – Agility, Familienhund, Therapiehund, IPO, THS u.v.m. – ist der Grundstein. Mein Hund muss gut sozialisiert und geprägt sein und sollte auf alltägliche Situationen nicht ängstlich oder aggressiv reagieren. Der Hund benötigt also ein ABWECHSLUNGSREICHES ANGEBOT in der Welpenstunde. Man sollte also drauf achten, dass der Unterricht mal draußen und mal drinnen (auf dem Hundeplatz) gestaltet wird. Mal andere Bodenuntergründe, Wippen, Krach etc. Wichtig sind auch die Spielsequenzen, in denen der Hund für sein späteres Leben lernt, wie man sich als Hund so verhält. z.B. die Beißhemmung muss erlernt werden, da diese nicht angeboren ist. Alle möglichen Verhaltensweisen werden untereinander ausprobiert und der Spaß sollte natürlich auch nicht fehlen. Wichtig ist hierbei, dass so oft wie nötig und so wenig wie möglich eingegriffen wird. Bei Sätzen, die man leider oft hört, wie: „Die machen das schon unter sich“ sollte man schleunigst den Hundeplatz verlassen! Dann kann man sich sicher sein, dass der Hund hier nicht gut aufgehoben ist.

Zwischen den Spielphasen sollte es natürlich auch schon Lernphasen geben. Hier kann man einfache Dinge wie „Sitz“, „Platz“, Leine laufen, zurückkommen etc. von klein auf festigen. Der Welpe lernt so auch, dass er sich trotz der anderen Hunde auf seinen Menschen konzentrieren soll. Leider wird oft vergessen, dass auch die Welpen schon eine gewisse Frustrationstoleranz erlernen sollen. Außerdem sieht man immer öfter, dass schon Welpen anfangen zu quietschen, bellen, hochspringen, etc., weil sie etwas nicht abwarten können. Ruhe halten und abwarten können, ist aber eine ganz wichtige Übung, die man von Anfang an einführen sollte! Auch sollte man in Welpenstunden anfangen, dem Hund beizubringen, dass es sich lohnt, das Spiel für Herrchen oder Frauchen abzubrechen. Der kleine Hund soll gleich wissen wie wichtig und toll es ist, immer nach Herrchen oder Frauchen zu schauen – egal was da um ihn herum passiert. Und wo wir schon bei „lohnen“ sind: Umsonst würde hier keiner von uns arbeiten – wieso dann der Hund? Wichtig ist, dass der Hund für das was er gut macht, bestätigt wird, ob mit Leckerlies oder Spielzeug ist abhängig vom Hund. Trotzdem sollte man aufpassen, dass man nicht in einer „Wir keksen die Hunde an allem vorbei was Ablenkung bedeutet“- Hundeschule gelandet ist. Der Welpe soll ja nicht fürs hinter dem Keks herlaufen belohnt werden, sondern für eine Aufgabe, die ihm gestellt wurde. Wichtig ist auch, dass die Gruppen überschaubar sind und die Welpen nicht zu alt. Wir finden, dass man schwer eine eindeutige Zeit zum Wechseln festlegen kann, da jeder Hund anders ist und mal mehr oder weniger Zeit benötigt – bis er zu einem „Raufer“ herangewachsen ist. Wir empfehlen 2 x die Woche in eine Welpenstunde zu gehen. Da wäre es natürlich von Vorteil, wenn es das Angebot der Hundeschule auch zulässt. Man sollte auch alle Fragen, die einen beschäftigen, in der Hundeschule klären können, damit man sicher und stressfrei in den Alltag starten kann.

Wenn man sich unsicher ist, ob man die richtige Welpenstunde gewählt hat, sollte man einen Fachmann hinzuziehen, der das beurteilen kann. Die meisten Hundeschulen arbeiten mit anderen Kollegen zusammen und können evtl. auch in ihre Nähe vermitteln.

Das copyright dieses Textes liegt beim Hundezentrum im MKK.