MDR 1

Ist ein Gendefekt, der eine Überempfindlichkeit von Medikamenten verursacht. Betroffene Hunde (-/-) können durch Behandlung mit falschen Medikamente sterben. Auch andere Stoffwechselfunktionen können gestört oder verändert sein. Hier gibt’s mehr über den MDR1-Gendefekt:

http://www.laboklin.de/pdf/de/news/laboklin_aktuell/lab_akt_0912.pdf

Das '+' steht für ein intaktes Gen, es wird auch oft als normal 'n' bezeichnet.
Ein '-' steht für ein mutiertes Gen, es wird auch als mutation 'm' bezeichnet.

+/+ = Frei, kein Träger der Mutation
+/-  = Nicht betroffen, aber Träger
-/-   = Betroffen

Trägerhunde (+/-) können bei Verpaarung mit (+/-) oder (-/-) den Gendefekt an ihre Nachkommen weitergeben. Bei Verpaarung mit (+/+) wird der Gendefekt höchstens als Träger, nicht aber als Betroffen vererbt.
Solange der Hund also (+/-) hat, gibt es für den Hund und Besitzer keine Einschränkungen, nur für die Zucht würden Einschränkungen bestehen. Ein (+/-) Hund darf nur mit (+/+) verpaart werden!!
Als Test von dem MDR 1 Gendefekt gibt es einen Gentest, z.B. Blut oder Backenabstrich.


CEA - Collie Eye Anomaly

Die Collie Eye Anomalie beruht auf einer genetisch bedingten Fehlbildung der Aderhaut und Netzhaut im Laufe der Embryonalentwicklung. Dadurch kommt es zu Störungen in der Entwicklung der Blutgefäße, die zu Blutungen ins Auge führen können. Je nach Schweregrad der Veränderungen kann die Sehkraft nicht beeinträchtigt sein; schwerere Fälle können aber eine verminderte Sehkraft bis hin zu völliger Erblindung zeigen. Die CEA verschlechtert sich nicht, sondern bleibt in diesem Stadium.
Am besten kann die Veränderung im Alter von 6 – 8 Wochen erkannt werden. 

Deshalb werden unsere Welpen von einem DOK Augenarzt untersucht.

Vererbung:
Der Erbgang der CEA ist autosomal rezessiv das bedeutet, dass die Träger eines mutierten Gens nicht erkranken können, das Gen aber an ihre Nachkommen vererben. Träger sollten also nur mit freien Hunden verpaart werden.

Mögliche Genotypen:
N/N (clear) = der Hund ist frei und reinerbig   
N/CEA (carrier) = der Hund ist frei aber Träger des Gens
CEA/CEA (affected) = betroffen


PRA - Progressive Retinaatrophie

Bei der progressiven Retinaatrophie (PRA) handelt es sich um ein langsam fortschreitendes Absterben der Netzhaut von Hunden. Sie ist nicht heilbar! Es ist eine erbliche, stufenweise fortschreitende und letztlich zur Erblindung beider Augen führende Erkrankung. Träger sind nicht betroffen.

Mögliche Genotypen:
N/N (clear) = Der Hund ist reinerbig  
N/PRCD (carrier) = Der Hund ist nicht betroffen, aber Träger   
PRCD/PRCD (affected) = Der Hund ist betroffen und Träger


HC - Hereditärer Katarakt

Auch erblicher Katarakt oder grauer Star genannt.
Katarakt wird beim Australian Shepherd autosomal dominant vererbt und kommt sehr häufig vor. Für eine Form des grauen Stars (HC) ist ein Gentest möglich, der HSF4 Test. Er kann Träger identifizieren. Ein auf HSF4 freier Hund kann dennoch an Katarakt erkranken, da noch weitere Formen des grauen Stars vorkommen, für die es bisher keine Gentests gibt.

Mögliche Genotypen:

N/N oder +/+ = frei von HSF4, kein Träger
N/m oder +/- = Träger und Hund kann betroffen sein
HC/HC oder -/- = Träger und Betroffen


Iriskolobom

Ein Iriskolobom ist eine angeborene Spaltmissbildung der Iris. In der Iris ist ein Loch entstanden. Wenn das Kolobom nicht sehr klein ist, wird es bei der ersten Welpen-Augenuntersuchung entdeckt. Iriskolobom ist ein Zuchtausschluss. Ein Iriskolobom hat meistens keinen schlimmen Effekt auf das Sehvermögen, kann aber zur Lichtempfindlichkeit führen.

Eine jährliche Augenuntersuchung wird beim DOC Arzt durchgeführt.


DM - Degenerative Myelopathie (SODI)

Als Degenerative Myelopathien der Hunde fasst man eine Reihe langsam verlaufender neurologischer Erkrankungen zusammen, die mit einer Zerstörung des Rückenmarks einhergehen.
Die Degenerativen Myelopathien der Junghunde sind insgesamt sehr selten. Sie können allesamt nicht therapiert werden und haben eine schlechte Prognose. Eine Mutation des SOD1-Gens wird mit dem Auftreten der Erkrankung in Verbindung gebracht.

Mögliche Genotypen:
N/N = Frei
N/m = Träger, nicht betroffen   
m/m = Träger und Betroffen

Mehr Infos auf : http://www.aussie.de/krankheiten/dm-degenerative-myelopathie-sod1.html


Gebissfehlstellung

Der Hund sollte ein korrektes Scherengebiss mit 42 Zähnen haben. Es gibt leider verschiedene Gebissfehlstellungen, wie z.B. Zangengebiss, Vorbiss oder Überbiss oder eine andere Anzahl von Zähnen. Je nach Schweregrad bekommt man einen Zuchtausschluss.


HD - Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Klinisch zeigt sich die HD in zunehmender Bewegungseinschränkung und Schmerzhaftigkeit, die infolge der krankhaften Umbauprozesse am Hüftgelenk entstehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann nur die Entfernung des Hüftgelenks mit oder ohne Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks eine deutliche Verbesserung herbeiführen. Ist dies nicht möglich, lässt sich durch eine dauerhafte Schmerztherapie häufig lange eine ausreichende Lebensqualität aufrechterhalten.

HD-Schweregrade
A)  HD-Frei: In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift.

B) HD-Verdacht: Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach.

C) Leichte HD: Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen.

D) Mittlere HD: Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes. 

E) Schwere HD: Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen.

 

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http://transanimal-edition.de/index_d_jahrt.htm


ED - Ellbogendysplasie

Die ED ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomplex des Ellbogengelenks meist großer Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte oder ernährungsbedingte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum ist ein weiterer begünstigender Faktoren. Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks mit Lahmheit. Der Bewegungsumfang des Ellbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen. Die Krankheit schreitet lebenslang fort und ist nicht heilbar.

Schweregrad Kriterien
Grad 0: Normal keine Osteophyten oder Sklerose
Grad I: Milde Arthrose Osteophyten kleiner als 2 mm oder Sklerose der Gelenkfläche (Incisura trochlearis) der Elle
Grad II: Moderate Arthrose Osteophyten zwischen 2 und 5 mm groß
Grad III: Schwere Arthrose Osteophyten größer als 5 mm

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ED / OCD

Die Osteochondrose ist eine multifaktorielle Krankheit. Eine übergeordnete Rolle spielt die genetische Veranlagung. Diätetische und hormonelle Einflüsse sowie die Wachstumsgeschwindigkeit können ebenfalls zur Entstehung der Krankheit beitragen. Auch biomechanische Faktoren wie eine übermäßige Belastung der Tiere wird als möglicher Entstehungsfaktor diskutiert.


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