Ernährung

Hunde sind als klassische Raubtiere Fleischfresser. Ihr gesamter Körper und Organismus ist am besten auf das Fangen von Beute und die Verdauung von Fleisch und Innereien ausgerichtet. Hunde decken durch die Aufnahme von Fleisch und Innereien der Beutetiere ihren gesamten Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Dabei gibt es keinen rassespezifischen Unterschied.

Die freie Aufnahme von pflanzlicher Nahrung beträgt unter natürlichen Bedingungen nur ca.5% und beschränkt sich nur wenige Tage im Jahr auf reifes und süßes Obst. Getreide oder Gemüse wird von Hunden in der freien Natur nicht gefressen.

Weder Hunde noch Katzen fressen den Mageninhalt ihrer Beutetiere. Lediglich Hyänen, welche eine biologisch eigenständige Tierart sind, fressen den Mageninhalt mit. Hunde fressen nur einen ganz kleinen „Rest“ Mageninhalt, nämlich den, der noch an den Wandungen des Magens bzw. des Pansens haftet mit. Im Verhältnis zum Gesamtbeutetier liegt dieser Anteil bei ca. 2 bis 3%. Gerne wird vermutet, dass Hunde pflanzliche Nahrung in Form des Darminhaltes aufnehmen. Das ist zwar prinzipiell richtig, nur beträgt die Gesamtmenge an Darminhalt nur ca.1/2 Kaffeetasse voll. In der Summe (Mageninhalt + Darminhalt) handelt es sich also um max. 5% des Beutetieres oder der Ration.

Der Magen von Pflanzenfressern enthält zwar verschiedene Gräser und andere Pflanzen, jedoch nicht im rohen Zustand, sondern vermengt mit Bakterien und Verdauungssäften, so dass der Mageninhalt bzw. die dort befindlichen Pflanzen folglich anverdaut bzw. vorverdaut ist/sind. Eine alleinige Zugabe von rohem püriertem Gemüse entspricht also nicht dem tatsächlichen Mageninhalt der Beutetiere!

Besonders beliebt bei Hunden ist der frische "grüne" (ungewaschene) Pansen. Durch diesen und durch den Verzehr von Aas bzw. in anaerobem Verderb befindlichem Fleisch, welches zu diesem Zweck von Hunden extra vergraben wird, nehmen Hunde wichtige Kleinlebewesen und Bakterien auf, die für ihre Darmverdauung von essentieller Bedeutung sind. Diese Bakterien und Kleinlebewesen ("Darmflora") helfen, die aufgenommene Nahrung resorptionsfähig zu machen (Vorverdauung), puffern verschieden Futterstoffe, produzieren wichtige Vitamine und stimulieren die körpereigene Abwehr. Ein Mangel an Darmflora führt unweigerlich zu Verdauungsstörungen, wie Durchfall oder Verstopfung und übergroßen Kotmengen, aber auch zu Vitamin-Mangelerscheinungen, Resistenzschwäche und erhöhter Krankheitsanfälligkeit.


Ernährungsmythen

Viel fressen macht satt

Leider ist dies bei Hunden anders als bei uns Menschen! Menschen besitzen zwei „Messstellen“ für den Zustand des Sattseins. Zum einen gibt es Rezeptoren in der Magenwand, die deren Spannung und damit den Füllegrad des Magens messen und zum anderen gibt es im Gehirn eine Messstation, die den Nährstoffgehalt im Blut misst. Hunde hingegen besitzen keine Rezeptoren in der Magenwand, können also den Füllzustand des Magens gar nicht messen.

Hunde sind nur dann satt, wenn die Messstelle im Gehirn sagt, dass genügend Nährstoffe im Blut angekommen sind. Einem Hund eine große Menge zu füttern, z.B. durch volumenreiches Futter (Obst, Gemüse, Trockenfutter o.ä.) und anzunehmen, er sei satt, ist also vollkommen falsch! Natürlich hört der Hund irgendwann auch auf zu fressen, weil einfach nichts mehr in den Magen hineingeht, aber SATT ist der Hund deswegen nicht! Diese Hunde rennen häufig zum Napf und fressen eine kleine Menge, weil einfach nichts mehr reingeht, die Hunde aber immer noch Hunger haben.

Einen schnellen Sättigungseffekt erreicht man bei Hunden mit einer Nahrung, die den Magen schnell passiert und dadurch schnell in das Blut gelangt und somit das Sättigungszentrum im Gehirn erreicht. Alles, was langsam verdaut wird und lange im Magen verbleibt, macht zwar uns Menschen satt, aber leider keine Hunde! Alle pflanzlichen Produkte werden primär im Magen verdaut, deswegen haben Pflanzenfresser auch einen relativ großen Magen und dortige Rezeptoren, die den Füllzustand signalisieren: „Ich bin satt“. Alles tierische Material (z.B.Fleisch) wird im Magen durch die Salzsäure und das Pepsin schnell verflüssigt (siehe Biologie-Unterricht 6.Klasse) und gelangt so schnell in den Darm und in das Blut – die Hunde sind schnell und langanhaltend satt. Hunde funktionieren eben anders als Menschen!

Im Obst und Gemüse sind alle Vitamine

Wir kennen heute insgesamt 13 Vitamine. Leider kommen im Obst und Gemüse eben nicht alle diese 13 Vitamine vor! Lediglich ein Teil der 13 Vitamine sind in Pflanzen zu finden, und dabei oftmals einzelne Vitamine nur in einzelnen Pflanzen. Die Vitamine D und B12 kommen sogar weder in Obst noch in Gemüse vor! Interessant ist jedoch, dass ausgerechnet im Fleisch und insbesondere in der Leber alle 13 Vitamine (und Mineralstoffe! und Spurenelemente!) enthalten sind. Mit dem Verzehr von Fleisch und/oder Leber hat man also alle 13 Vitamine in seiner Nahrung drin! Die grönländischen Eskimos ernähren sich seit Jahrhunderten gänzlich ohne Obst und Gemüse, nur mit Fleisch und Fisch, und haben trotzdem keine Mangelerscheinungen, da ja im Fleisch alles drin ist, was der Körper benötigt. Wenn nun aber im Fleisch schon alle Vitamine drin sind, wozu füttern Sie dann Ihrem Hund eigentlich zusätzlich zum Fleisch noch Obst und Gemüse?

Das heißt jedoch nicht, dass alle Hunde, die nicht nach diesen Grundsätzen gefüttert werden, nun alle krank sind oder ein geringeres Lebensalter erreichen. Es könnte jedoch ein Ansatz sein, bestimmte, so genannte Zivilisationskrankheiten, in den Hintergrund zu drängen.

Fertigfutter

Um einfach mal zu zeigen aus welchen Produkten, das gern genommene Fertigfutter hergestellt wird, mal hier ein Bild.

Auch Dosenfutter hat fast dieselben Inhaltsstoffe. Deswegen füttern wir frisches Fleisch. Wir möchten es nicht BARF nennen, da Biologisch Artgerechtes Rohes Futter mittlerweile auch Getreide, Gemüse, Obst und Co auf den Speiseplänen hat. Der neue Trend der Hundeernährung liegt im Moment auf „ausgefallenen“ Kohlenhydraten wie z.B. Amarant und Co, was man häufig im Veganen Ernährungsplan wiederfindet. Vegan und Hund? Naja...

Deswegen nennen wir es EINFACH: Fleisch füttern ;) Die Fütterung vom Hund sollte nämlich auch EINFACH sein! Und zu keiner Religion werden. Wenn man sich EINFACH überlegt, was ein Hund / Fleischfresser so frisst, ist es ziemlich EINFACH dies zu füttern. Wir machen euch gern Pakete fertig, mit denen nichts mehr schief gehen kann. EINFACH Paket mit Fleisch auftauen und in den Napf werfen – fertig!